CSG am Bodensee Brachenreuthe Startseite

Übersicht

Das Hofgut Brachenreuthe ist ein intergraler Bestandteil der Camphill Schulgemeinschaften e.V., d.h. wir leben und arbeiten mit den in Brachenreuthe lebenden Kindern und Jugendlichen.

Das Hofgut Brachenreuthe wird nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes bewirtschaftet. Zur Zeit umfasst die landwirtschaftliche Nutzfläche 60 ha, davon ca. 25 ha Acker und 35 ha Grünland. Der Tierbesatz setzt sich aus 6 Ammenkühen, ca. 60 Mastrindern, 9 Schweinen und 2400 Legehennen zusammen.

Bewirtschaftet wird das Hofgut Brachenreuthe von zwei Landwirten, einem Gesellen und einem Lehrling oder Bfd-ler.

Das Hofgut Brachenreuthe wird als Produktionsbetrieb bewirtschaftet, in welchen wir die pädagogische Arbeit auf vielfältige, individuelle Art und Weise integrieren. Wir verstehen uns nicht als „Schülerhof”.

Hühner

In Brachenreuthe werden zur Zeit 2400 Legehennen in zwei vollmobilen Stalleinheiten gehalten. Diese außergewöhnliche Haltungsform ermöglicht eine außergewöhnliche Tiergesundheit und Eiqualität die Sie schmecken können.

Da 80 % der Aktivität der Hühner 30 m um den Stall stattfindet, sind die stallnahen Bereiche eines normalen Hühnerstalles sehr stark belastet, innerhalb weniger Wochen ist dort kein Gras mehr zu finden. Nun wird in der normalen Freilandhaltung immer davon gesprochen wie groß doch der Auslauf der Hühner ist. Wenn aber nur 20 % der Hühner die stallfernen Bereiche nutzen, so bringt es der Gesamtherde relativ wenig, wenn in der Ferne wunderbares frisches Gras zu finden ist, die Tiere dieses aber nur eingeschränkt erreichen.

Hier setzt das Konzept der vollmobilen Hühnerhaltung im Hühnermobil an. Getreu der Weisheit: „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berge kommen”, sagen wir, wenn die Hühner vom Stall aus nicht zum Gras finden, müssen wir den Stall zum Gras bringen. Während der Vegetationsperiode werden unsere Hühnermobile wöchentlich auf der Wiese versetzt, so dass wir den Tieren ein permanentes Grünfutterangebot bieten können. Wenn die Wiese abgeweidet ist, fahren wir einfach mit dem gesamten Stall weiter ins frische Grün.

Durch diese konsequente Strategie der vollmobilen Hühnerhaltung, erzielen wir eine außergewöhnliche Tiergesundheit. Unsere Tiere können zu jeder Zeit das volle Spektrum ihres artgemäßen Verhaltens ausleben. Somit gibt es keine Stresssituationen innerhalb der Herde. Federpicken gibt es in diesem System nicht, und auch die Mortalität ist durch die extreme Vitalität der Tiere weit unterdurchschnittlich.

Des weiteren erreichen wir durch das permanente Grünfutterangebot eine außergewöhnliche Eiqualität. Die Eier unserer Hennen zeichnen sich durch ein kräftiges, goldgelbes cremig-sahniges Eidotter aus. Der Geschmack ist unvergleichlich!

Auch im Bereich Bodenschutz ist dieses Verfahren nicht zu übertreffen. Durch die Mobilität wird der Nährstoffeintrag in den Boden gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt, eine Überdüngung findet nicht statt, zumal die Vegetation die Nährstoffe sofort wieder aufnehmen kann.

Ein weiterer gravierender Vorteil der vollmobilen Hühnerhaltung ist der geringe Parasiten- und Keimdruck auf der Fläche. Die Tiere kommen immer wieder auf jungfräuliche Flächen, so dass wir auf den Einsatz von allopathischen Medikamenten fast komplett verzichten können.

Bruderhahninitiative Deutschland

Die bisherige Praxis der Eierproduktion stellt uns alle vor ein ethisches Problem: Millionen Hähne werden nutzlos getötet. Das müssen wir ändern!
In der heutigen Legehennenhaltung werden Hochleistungshennen verwendet, die auf extrem hohe Legeleistung gezüchtet sind. Die Brudertiere dieser Züchtungen finden dabei keine Verwendung, da sie als Masttiere den heutigen Masthähnchen unterlegen sind. Sie werden deshalb kurz nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet.

Für uns ist dieses Thema wichtig und die ethisch vertretbare Lösung ein zentrales Anliegen!
Bisher wurden alle Bruder-Küken sofort getötet. Das durfte so nicht bleiben. Unser Ei kostet 4 Cent mehr und rettet einer Henne den Bruder.

So ändern wir etwas

Die BRUDERHAHN INITIATIVE DEUTSCHLAND (BID) hat sich zum Ziel gesetzt, die unethische Praxis der nutzlosen Tötung der Bruderhahn-Küken zu beenden. Es werden alle Brudertiere aufgezogen, deren Schwestern für die Projektteilnehmer Eier legen. Der Schlüssel liegt hier bei einem Hahn pro 250 gelegten Eiern, da eine Henne in ihrer Legeperiode ca. 250 Eier legt. Sein Fleisch wird zu angemessenen Preisen angeboten. Das Problem des ökonomischen Nachteils, der durch die Aufzucht entsteht, wird durch die Bruderhahn Initiative Deutschland ebenso genial wie einfach gelöst: Für jedes Ei wird im Laden ein Zuschlag von 4 Cent veranschlagt. Diese 4 Cent werden zu 100% für die Aufzucht der Brudertiere und deren Vermarktung verwendet. Unser Siegel belegt die Einhaltung der BID-Richtlinien.

Zu jeder Henne gehört ein Bruder

Bei uns in Süddeutschland haben wir aufgrund einer gemeinsamen Initiative von Bauern, Verarbeitern, Großhändlern und Händlern ein Projekt für eine ethisch vertretbare, zukunftsweisende Geflügelhaltung entwickelt. Die beiden Demeterbetriebe Hofgut Brachenreuthe und Familie Reisch arbeiten, wie die meisten Legehennenbetriebe mit den üblichen Hochleistungshybriden, da es keine anderen Rassen am Markt gibt, welche unter halbwegs wirtschaftlichen Bedingungen gehalten werden können. Um nun die Brüder unserer Hennen nicht nutzlos töten zu lassen, lassen wir diese in Kooperation mit unserem Junghennenaufzüchter (Geflügelhof Schubert) gemeinsam mit ihren Schwestern groß ziehen und mästen. Die Brüder werden dann zu Bruderhahnspezialitäten verarbeitet und sind in Ihrem Naturkostladen unter dem Markennamen Hofgut Brachenreuthe zu erhalten. Wenn Sie als Demeter-Eier-Kunde nur 3 Bruderhahngläser pro Jahr genießen, so haben Sie schon die Verantwortung für den Bruder Ihrer Henne übernommen!!! Der ökonomische Nachteil der Mast der Brüder wird durch einen Aufschlag von 4 Cent pro Ei, welcher über alle Handelsstufen bis zum Geflügelhof Schubert durchgereicht wird, ausgeglichen.

Die Brücke in die Zukunft

Die heutzutage auf dem Markt erhältlichen Legehennen entsprechen nicht den Vorstellungen, welche wir an eine nachhaltige ökologische Geflügelhaltung haben. Da sich jedoch die gesamte gewerblich nutzbare Geflügelgenetik in den Händen von drei großen Zuchtunternehmen befindet, gibt es zur Zeit keine wirtschaftlich tragfähige Alternative zu diesen Tieren. Dies darf nicht so bleiben! Perspektivisch brauchen wir eine Huhn, welches sowohl in angemessener Weise Eier legt als auch Fleisch ansetzt, beides maßvoll und mit angemessenem Futtereinsatz.

Um zu diesem Ziel zu gelangen, ist eine eigenständige ökologische Zucht von Nöten, welche viele Jahre dauern wird und dementsprechend sehr kostenintensiv ist. Wir wollen uns gemeinsam mit unseren Partnern auf diesen Weg begeben. Daher arbeiten wir eng mit einem Zuchtprojekt der Region zusammen und der Naturkostgroßhändler Bodan spendet für jedes verkaufte Bruderhahn-Ei 1 Cent für eine ökologische Geflügelzucht.

In diesem Sinne verstehen wir unser Bruderhahnprojekt als Brücke in eine andere Zukunft. Der Kükenmord muss sofort gestoppt werden. Perspektivisch brauchen wir jedoch andere ökologisch sinnvolle Geflügelrassen. Mit Ihrer Hilfe und Bereitschaft, einen fairen Preis für diese Produkte zu bezahlen, werden wir unserer Vision ein Stück näher kommen.

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